Die Anfänge des Feuerlöschwesens reichen sehr weit in die Geschichte zurück. Bereits in der Antike versuchten die Menschen, durch verschiedene Erfindungen den vernichtenden Feuersbrünsten Einhalt zu bieten, was leider fast immer erfolglos blieb. Ganze Dörfer und Städte fielen im Laufe der Jahrhunderte verheerenden Bränden zum Opfer.

Wohl eines der ersten Löschgeräte, deren Existenz uns überliefert ist, wurde in Alexandrien entwickelt. Der römische Schriftsteller und Baumeister Vitruvius berichtet, dass dort bereits im Jahr 250 v. Chr. eine zweizylindrige Kolbenpumpe mit Ventilen zur Brandbekämpfung entwickelt worden war.
In der römischen Antike beauftragte man Nachtwächter, welche in den größeren Ballungszentren dafür sorgen sollten, dass Brände nicht entstehen bzw. diese im Anfangsstadion entdeckt und bekämpft werden konnten. Doch stellte sich heraus, dass in den wachsenden Städten diese Einrichtung nicht mehr ausreichenden Schutz bieten konnte und so kam es unter Kaiser Augustus (31 v. Chr. - 14 n. Chr.) zu ersten "organisierten" Brandwehren in Städten. Zur Ausrüstung dieser sogenannten "vigiles" gehörten Spritzen, Eimer, Leitern, Körbe, Schwämme, Hammer, Sägen und verschiedene andere Geräte.1

Mit dem Untergang des weströmischen Reiches im Jahr 476 n.Chr. verschwand auch das für die damalige Epoche innovative Feuerwehrsystem.

Im Mittelalter und der Neuzeit gab es verschiedene "Feuerordnungen", welche in den Stadtrechten (z.B. für Bozen in der Mitte des 15. Jh.) enthalten waren. Diese enthielten verschiedene Bestimmungen, um Brände zu vermeiden. Die dichte Bauweise von Gebäuden in Dörfern und Städten führte häufig dazu, dass ein lokaler Brandherd aufgrund widriger Umstände sich auf den gesamten Ort ausbreitete. Oftmals dauerten diese Feuersbrünste mehrere Tage an, ehe sie gelöscht werden konnten bzw. allein abklangen.
Die älteste Tiroler Feuerordnung stammt aus dem Jahr 1086 für Meran und diese wurde im 14. Jh. von Gräfin Margarethe von Tirol bestätigt, nachdem ein verheerender Brand in der Landeshauptstadt gewütet hatte (über Jahrhunderte war Meran die Tiroler Landeshauptstadt.)  Trotz dieser Bestimmungen kann man zu dieser Zeit noch nicht von einer organisierten Feuerwehr sprechen.

Bis zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehren in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden für Tirol immer wieder neue Feuerordnungen erlassen, welche ständig durch Neuerungen verbessert wurden.3 Es wurden nicht nur die Brandbestimmungen ständig erweitert, sondern es kamen auch neue Erfindungen im Bereich des Löschwesens hinzu. Kaiser Josef II. war ein besonders weitblickender und in vielen Bereichen revolutionärer Monarch, der 1787 eine "neue allgemeine Feuerordnung" erließ, die in Tirol bis weit ins 19. Jahrhundert hinein gültig war.
In die erste Blütezeit des Tiroler Feuerwehrwesens ab der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges fällt 1857 die Gründung der ersten Freiwilligen Feuerwehr Tirols in Innsbruck (nur sechs Jahe nachdem in Böhmen die erste Freiwillige Feuerwehr der Donaumonarchie entstanden war), 1863 folgte Trient, 1864 Bruneck, 1868 Meran, 1872 Marling, 1877 Lana und Algund, 1878 Kaltern, Naturns und Obermais.
Im Jahr 1873 wurde der Tiroler Feuerwehrverband gegründet. Damit verbunden kam es zu einer Gründungswelle von Feuerwehren im ganzen Land. Im Jahr 1881 wurde die Einführung von einem funktionierenden Löschwassernetz gesetzlich vorgeschrieben und dies hatte zur Folge, dass die Gemeinden notwendigerweise die Trinkwasserleitungen ausbauen oder gar neu erschließen mussten.5
Im Jahr 1892 zählte man im Bezirk Vinschgau und Meran insgesamt 23 Freiwillige Feuerwehren mit rund 1.380 Mitgliedern, während 28 Gemeinden bis dahin über keine Wehren verfügten.6

In Völlan war die Bevölkerung im Brandfalle solange zuständig, bis in der Spätphase der Pionierzeit im Jahre 1909 die Feuerwehr gegründet wurde.

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