leben in Völlan
... mit uns, für uns, wir für Sie ...

Für die Zeit vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Völlan gibt es wenige gesicherte Angaben über Brände im Ort. Im Dezember 1883 kam es zu einem größeren Brand beim „Bauer am Stein“, bei welchem Stall und Stadel mitsamt dem Heuvorrat verbrannten. Die Schadenssumme belief sich auf die stolze Summe von rund 3.000 Gulden.8
Bis zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr war es auch in Völlan so, dass im Brandfalle die Bevölkerung mit den ihr zur Verfügung stehenden Brandlöschgeräten zur Feuerbekämpfung ausrücken musste.
So berichtet etwa der Burggräfler, dass im April 1 907 ein Waldbrand in der Gegend zwischen Niederlana und Tisens ausgebrochen war, der aufgrund der großen Trockenheit und des einsetzenden Windes sich rasch ausbreitete. Der Brand erreichte St. Hyppolit, wo bereits das Dach Feuer gefangen hatte. Dank dem schnellen Eingreifen einiger Ortsfeuerwehren (u.a. Lana, Marling, Vilpian, Nals) und der Bewohner von Tisens und Völlan konnte die Gefahr eingedämmt werden.9
Aus dem Jahr 1908 ist ein Inventar über die vorhandenen Löschgeräte im Ort vorhanden. Daraus geht hervor, dass man in Völlan über zwei fahrbare Saugspritzen mit Schläuchen, einer Handspritze und mehreren Wassereimern, Feuerhaken und Leitern verfügte. Die Vorsichtsmaßnahmen waren auch damals schon recht genau und so ist auch ein Feuerbeschau-Protokoll aus dem Jahr 1908 erhalten, in welchem bei unterschiedlichen Bauten Mängel bei Kaminen und Öfen beanstandet wurden.10
Mit der Organisation der Vereinsgründung hat man wohl schon 1908 begonnen und Anfang des Jahres 1909 wurde eine „Löschordnung“ für Völlan erlassen. Darin hielt man wichtige Bestimmungen über das Vorgehen in einem Brandfall fest, aber auch Regeln zum korrekten Umgang mit den Löschgeräten. Erstmals wurde eine Reihe von Personen vom Gemeindeausschuss ernannt, welche im Brandfall die Leitung der Spritzen, die Schlauchführung und andere Aufgaben innehatten. Es waren dies: Severin Santer (Mair am Turm), Josef Bentivoglio (Steinmetz), Johann Frei (Eichholzer), Severin Wenin (Kobalt), Alois Unterholzner (Kirchhofer), Jakob Aufderklamm (Rater). Darüber hinaus oblag die Verantwortung für die Beförderung der Löschgeräte zum Brandeinsatz folgenden Besitzern von Zugtieren: Josef Frei (Bauer am Stein), Michael Ohrwalder (Fuhrmann beim Turmwirt) und Sebastian Nagele (Unterholzner). Zudem hielt die Löschordnung fest, dass die Leitung der Löschmannschaft am Brandort dem Gemeindevorsteher oblag.11