Mayenburg VöllanDie Mayenburg wurde vor 1200 erbaut, erstmals 1229 urkundlich erwähnt ("Castrum Mayberch"). Um 1241 wurde die Mayenburg im Besitz der Grafen Eppan-Ulten erwähnt; 1650 wurde sie von Veit Benno Graf Brandis groß ausgebaut; die zinnengekrönte Ringmauer umschließt zwei geräumige Burghöfe mit dem Palas und anderen Bauten. Die Burgkapelle und der darüber liegende Wohnraum zeigen Spuren von Wandmalereien aus dem 15. und 16. Jh.

Die Burg ist Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

Textquelle: Gemeinde Lana

 

Texte gesammelt aus Schulheften von Völlan:


Mayenburg Völlan
Auf einem langgestreckten, von Natur aus kaum bewehrten Hüglerücken, steht die stattliche Ruine der Mayenburg. Die erhaltenen Teile der zinnenbekrönten Ringmauer umschließen zwei geräumige Höfe mit dem Palais und angeschlossenen Wohnbauten.
Mayenburg Völlan


Im Süden erhebt sich neben dem Spitzbogentor in der überhöhten Ringmauer der Bergfried aus der Zeit um 1200, vor ihm eine zinnengekröte Bastei.
Weiter südlich befindet sich die Kapelle, deren Wände Spuren von Wandmalereien aus de, frühen 15. Jahrhundert aufweisen. Südlich der Kapelle steht ein runder Turm, der oben einen Taubenschlag, unten den Schlossbrunnen enthielt.

 

Die Mayenburg war ein Gerichtsschloss. Hier wurden die Aufgaben eines niederen Gerichtes und zugleich der Gemeindeverwaltung durchgeführt. Das hohe Gericht war in Meran.
Das Gericht Mayenburg musste jene Verbrecher verurteilen, die nicht mit dem Tode bestraft wurden.
Die Gerichtsverhandlungen fanden unter freiem Himmel, stets am selben Ort, statt. (Schranne)
Einmal im Jahr versammelte sich das Gericht und regelte verschiedenen Angelegenheiten (Rechtssprechung, Verwaltungsangelegenheiten, Abgaben der Bauern, Steuern, Kriegsdienst)
 

 

Mayenburg VöllanDie Mayenburg wechselte öfters ihre Besitzer. Zuerst gehörte sie den Grafen von Eppan. Diese übergaben sie den Grafen von Tirol. Später kam die Burg in den Besitz der Herren von Häl (unlesbar?) Sie ließen in der Kapelle, die der Heiligen Barbara geweiht ist, Fresken aufmalen. (Diese Bilder sind heute nicht mehr zu sehen)
Im 16. Jh. (1524) brannte das Schloss ab. Die Besitzer gerieten in große Geldnot. Sie verkauften die Burg an die Gebrüder Römer. Kurz darauf folgten die Liedl als Besitzer. Diese verkauften die Mayenburg an die Grafen von Brandis, die das Gericht in die Fahlburg nach Prissian verlegten. Bis 1825 war das Schloss bewohnt. Dann wurde es an den Turmwirt, Johann Wieser, verkauft. Dieser ließ den Schlossweiher auffüllen und das Dach abreißen. Seit dieser Zeit verfiel die Burg zur Ruine. 1922 kaufte Dr. med. Josef Auffinger aus Meran die Ruine. Er ließ einige Reparaturen durchführen. Heute ist die Burg im Besitz seines Sohnes, Dr. med. Roland Auffinger. Er ließ 1975 den Schlossturm mit Holzschindeln neu eindecken.

Die Mayenburg ist 86 m lang. Der Bergfried ist 11m breit und 23 m hoch (mit dem Dach ca. 28 m). Er ist aus schönen Quadersteinen gebaut. Die Grundmauern sind 8 m hoch und 3 m breit. Eine zwei Meter breite Ringmauer umgibt die ganze Burg. Ein hohes Burgtor (4,5m) führt in die Burg.

Aussicht von der Mayenburg