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Der Luftkurort Völlan blickt auf eine bewegte aristokratische und eine beständige, bäuerlich geprägte Geschichte zurück, was sich an zahlreichen Kapellen, Bergheiligtümern und Burgen aus 10 Jahrhunderten ablesen lässt.

 

Vorgeschichte

Während es aufgrund der Sümpfe im Etschtal Jahrtausende lang so gut wie keine Verbindung zum anderen Etschufer gab, war der Weg von Lana über den Gampenpass in den Süden von regem Treiben erfüllt. So gibt es in Völlan oberhalb Lana zahlreiche Spuren prähistorischer, rätischer und keltischer Siedlungen.

 

Geschichte

Im 11. Jahrhundert wird die Mayenburg auf dem Hügel einer vermutlich vorgeschichtlichen Siedlung errichtet. Noch heute sind Bergfried, Turm und Ringmauer sowie zwei Burghöfe zu sehen, wenngleich die Mayenburg bereits 1525, zur Zeit der Bauernkriege, zerstört wurde. Es wird vermutet, dass die Burg zum Befestigungssystem der Grafen von Eppan gehörte, die in ständigen Auseinandersetzungen mit den Grafen von Tirol lebten. Die 1433 geweihte Pfarrkirche St. Severin enthält wertvolle Fresken aus dem 15. Jh., auf denen unter anderem die Mayenburg in ihrer ursprünglichen Form zu erkennen ist. Gut sichtbar ist auch die Ruine des im 13. Jh. erbauten Wohnturms von Werrenberg.

 

Völlan heute

Heute ist Völlan ein geschäftiges und wohlhabendes Dorf mit Hotels und Spitzenrestaurants wie dem prämierten Gasthof Kirchsteiger und einem großen Spa- und Wellnessangebot im Ambiente zeitgenössischer Architektur mit außergewöhnlichem Design. Der Tradition widmet sich hingegen seit 1977 ein kleines Bauernmuseum im Zentrum von Völlan, das von März bis Oktober geöffnet ist und auf anschauliche Weise die Lebensbedingungen und den harten Alltag der fast autark lebenden Landbevölkerung in Völlan und Umgebung darstellt.

 

Text Quelle: Tourismusverein Lana

 

Hofnamen in Völlan (im pdf ab Seite 36)